Facebook & Twitter  Mitglied werden  Kontakt
 

Wir wollen einen klugen Kanton

Die Wirtschaft des Kantons Zürich baut auf Wissenschaft. Ein gutes Schulsystem aus Volksschulen, Berufsschulen, Mittelschulen, Hochschulen und Weiterbildung ist der Schlüssel zum Erfolg.

  • Die Volksschule muss öffentlich bleiben: Die so genannte freie Schulwahl und die staatliche Finanzierung von Privatschulen wird abgelehnt.
  • Um die Reformen in der Volksschule vernünftig umzusetzen und die Integration aller möglich zu machen, braucht es eine Senkung der Anzahl Pflichtlektionen für Lehrpersonen und kleinere Klassen für eine gezieltere Förderung der Kinder.
  • Berufsberatung muss kostenfrei für alle sein, die noch keine erste Berufsausbildung abgeschlossen haben. Hohe Gebühren vermindern die Chancengleichheit und schliessen diejenigen von der Berufsberatung aus, die diese besonders nötig haben.
  • Der Kanton setzt sich für ein Recht auf Berufsbildung ein. Die Ausbildung auf Sekundarstufe II muss kostenlos sein, der Zugang zur Berufsbildung gebührenfrei. Das heisst: Abschaffung von Schul- und Einschreibegebühren und Kampf gegen kostenpflichtige Lehrstellentests. Die frühzeitige und praxisbezogene Integration der Jungen in die Berufswelt ist eine Stärke der Schweizer Wirtschaft und hilft die Jugendarbeitslosigkeit tief zu halten. Der Kanton setzt sich dafür ein, dass alle jungen Menschen in der Berufswelt Fuss fassen können, und dass niemand bei der Berufswahl Nachteile wegen Herkunft oder Geschlecht erleidet. Es sind gezielte Sensibilisierungs- und Förderprogramme zu führen. Der Abbau des Schutzes Jugendlicher gegen die Ausbeutung als billige Arbeitskräfte ist ebenso zu bekämpfen wie der Trend, junge Arbeitskräfte in Praktika auszunützen. Zusammen mit der Wirtschaft und dem Bund sorgt der Kanton für markant mehr Lehrstellen und innovative Modelle für die Berufslehre. Ausländische Unternehmen und internationale Konzerne mit Sitz oder Filialen in der Schweiz sind zu verpflichten, Lehrlinge auszubilden. Mittel aus dem kantonalen Berufsbildungsfonds sind gezielt für die Stärkung der Berufslehre im Kanton Zürich einzusetzen.
  • Für schlechter Qualifizierte sind kostengünstige Bildungsangebote besonders wichtig, um im rasanten Wandel der Wirtschaft mithalten zu können. Weiterbildung bringt dem Einzelnen etwas und kommt der ganzen Gesellschaft zugute. Wertvolle Angebote der Erwachsenenbildung dürfen nicht weiter abgebaut oder verteuert werden. Ein öffentliches und günstiges Weiterbildungsangebot ist Voraussetzung dafür, dass alle daran teilhaben können. Die Kluft zwischen Hochqualifizierten und schlechter Ausgebildeten ist volkswirtschaftlich verhängnisvoll.
  • Weil für die höhere Berufsbildung im Vergleich zu den staatlich finanzierten Hochschulen sowohl finanziell als auch auf der Ebene der Bekanntheit und der Anerkennung der Abschlüsse noch immer keine gleich langen Spiesse gelten, ist die Meinung „keine Karriere ohne Bachelor“ immer noch weit verbreitet und schwächt die Berufslehre. Der Kanton setzt sich dafür ein, dass für die höhere Berufsbildung Mittel eingesetzt werden, die mit den Fachhochschulen vergleichbar sind. Damit soll die höhere Berufsbildung nicht mehr teurer zu stehen kommen als ein Fachhochschulabschluss. Zudem unternimmt der Kanton zusammen mit dem Bund alles, um den Abschlüssen in der höheren Berufsbildung im In- und Ausland zu Bekanntheit und gleichwertiger Anerkennung zu verhelfen.
  • Der Zugang zu den Hochschulen darf kein Privi­leg für Reiche sein, sondern muss auch für Kinder aus Mittelstandsfamilien und finanziell schwächeren Schichten möglich werden. Statt die Hochschulgebühren zu erhöhen, muss mit der Ausweitung der Stipendienregelung der demokratische Zugang zu den Hochschulen gesichert werden.

nächstes Kapitel -->