Kantonsratswahlen 2011
Die Wahlplattform
ausführlich nach Kapite
- Wir wollen einen starken und ökologischen Kanton
- Wir wollen einen gerechten Kanton
- Wir wollen einen gesunden und sozialen Kanton
- Wir wollen einen innovativen Kanton
- Wir wollen einen klugen Kanton
- Wir wollen einen fairen Kanton
- Wir wollen einen integrativen Kanton
- Wir wollen einen Kanton, in dem die Gleichstellung von Frau und Mann Realität ist
- Wir wollen einen Kanton zum Wohnen und mit guter Lebensqualität
Wir wollen einen Kanton, in dem die Gleichstellung von Frau und Mann Realität ist
Noch immer ist die Gleichstellung von Frau und Mann nicht erreicht. Nach wie vor verdienen Frauen für gleichwertige Arbeit weniger als Männer und Frauen sind in Führungsgremien gemessen an ihren Qualifikationen immer noch untervertreten. Zudem tragen sie die Hauptlast der unbezahlten und gesellschaftlich notwendigen Arbeit. Das gilt sowohl in der Wirtschaft als auch bei den Angestellten in Gemeinden und in Betrieben des Kantons.
- Die jüngste Lohnstrukturerhebung des Bundes hat ergeben, dass sich die Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern wieder zu Ungunsten der Frauen entwickeln. Der Kanton Zürich erhebt die Lohnentwicklung im Wirtschaftsraum Zürich sowie in der öffentlichen Verwaltung aufgeschlüsselt nach Geschlecht und publiziert diese Daten jährlich. Er ergreift verbindliche Massnahmen, die zur Verminderung der Lohndifferenzen führen und überprüft diese Massnahmen regelmässig auf ihre Wirkung.
- Frauen sollen die gleichen beruflichen Chancen haben wie die Männer. Entsprechende Massnahmen braucht es beginnend bei der Vorbereitung auf die Berufswahl in der Volksschule, über den Unterricht an den Berufs- und Mittelschulen bis zu einem ausreichenden und bezahlbaren Angebot an familien- und schulergänzender Kinderbetreuung.
- Für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung ist ein Prozent Wirtschaftsleistung im Kanton aufzuwenden.
- Der Kanton bekämpft in allen Branchen – aber speziell im Detailhandel – die Deregulierung der Arbeitszeiten über das absolut Notwendige hinaus.
- Der Kanton leistet einen wesentlichen Beitrag an die Entwicklung neuer Arbeitszeitmodelle, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer wie für Frauen erleichtert.
- Es sollen Anreize gesetzt werden, dass Männer vermehrt gesellschaftlich notwendige, unbezahlte Leistungen erbringen und Frauen davon entlasten – sei das in der Betreuung pflegebedürftiger Verwandter, in der Kinderbetreuung oder in anderen Bereichen der Zivilgesellschaft, die den sozialen Zusammenhalt stärken.
- Im Care-Bereich (bezahlte und unbezahlte Pflege-, Betreuungs- und Sorgearbeit) entwickelt der Kanton Standards für gute Arbeit und faire Löhne.
- Der Kanton setzt sich dafür ein, dass diese Modelle in die Schweizer Arbeitsgesetzgebung einfliessen.

