Wir wollen Ihre Stimme!
«Wenn Frau will, steht alles still.» Unter diesem Titel fand am 14. Juni 1991 in der Schweiz der landesweite Frauenstreik statt. Über eine halbe Million Frauen beteiligten sich daran, um gegen die vielfältige Diskriminierung von Mädchen und Frauen zu protestieren. Im nächsten Jahr, am 14. Juni 2011, liegt dieser eindrückliche Streik 20 Jahre zurück.
Wir Gewerkschaftsfrauen sagen:
20 Jahre nach dem landesweiten Frauenstreik müssen wir Frauen wieder ein deutliches Zeichen setzen! Immer noch werden Frauen in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Immer noch fehlt es am Willen und an griffigen Massnahmen, die tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann zu verwirklichen:
- Immer noch wird jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens geschlagen, zu Sex gezwungen oder auf andere Weise misshandelt. Die Gewalttäter gehen oft straffrei aus.
- Immer noch leisten Frauen auch in der Schweiz den grössten Teil der unbezahlten Hausund Familienarbeit.
- Immer noch verdienen Frauen in der Schweiz über 19% weniger als Männer. Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern hat sich sogar wieder geöffnet.
- Immer noch werden jährlich Hunderttausende von Frauen und Mädchen gewaltsam verschleppt und verkauft. Viele werden zur Prostitution gezwungen, auch in der Schweiz.
- Immer noch sind viele Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt: Sie müssen auf Abruf jederzeit einsatzbereit sein, ein garantiertes Einkommen haben sie aber nicht.
- Immer noch sind nur 11% der ordentlichen Professuren an der Universität Zürich von Frauen besetzt, obwohl weit über 50% der Studierenden mittlerweile Frauen sind.
- Immer noch sind Teilzeitangestellte vielerorts schlechter gestellt bezüglich Lohn, Versicherungen, Weiterbildung und Planbarkeit der Arbeitszeit. Das trifft vor allem Frauen.


