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Abstimmung vom 13. Februar 2011

Wo weniger Waffen sind, fallen weniger Schüsse.

Wo weniger Schüsse fallen, sterben weniger Menschen.

 

Schreckliche Ereignisse – darunter der Amoklauf im Zuger Parlament  und die Ermordung der SkiRennfahrerin Corinne ReyBellet durch ihren Mann waren unter anderem der Auslöser die Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“ zu lancieren.

Statt den aktuellen 2,3 Millionen Waffen insgesamt währen nach Annahme der Volksinitiative nur noch rund 580‘000 Sport- und Jagdschützenwaffen im Umlauf. Neu würde die Bundesverfassung einen Bedarfs.-und Fähigkeitsausweis für den Besitz einer Waffe verlangen.

Die Initiative richtet sich nicht gegen Sportschützen, Jäger und Sammler, die verantwortungsvoll mit ihren Schusswaffen umgehen. Wer eine Waffe braucht und die entsprechenden Fähigkeiten mitbringt, soll sie behalten. Auch das Feldschiessen und das «Obligatorische» können problemlos weiterhin stattfinden. Tatsächlich gebrauchte Waffen werden zentral registriert, während überflüssige Waffen, die ein Risiko darstellen, aus dem Verkehr gezogen werden. So wird die Sicherheit erhöht, Suizide und Affekthandlungen können verhindert und die Prävention und die Aufklärung von Verbrechen deutlich verbessert werden.

Wo weniger Waffen sind, fallen weniger Schüsse. Wo weniger Schüsse fallen sterben weniger Menschen.

 

Darum am 13 Februar 2011 der Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“ an der Urne zustimmen.

 

Felix Keller Gewerkschaftsbund a/A

 

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Mehr Zivilcourage

Vorab ein Kompliment an die Bildungsdirektorin Regina Aeppli. Sie hat gezeigt, dass man/frau auch in einer Führungsposition den Spagat zwischen linken Wahlversprechen vor den Wahlen und bürgerlicher Anpassung nach den Wahlen NICHT machen muss. Sie hat sich laut und öffentlich gegen die negative Logik der Steuergeschenke und gegen das Abbauprogramm San10 ausgesprochen. Sie hat sich für die Bildung engagiert und sich gegen die einfältigen Sparübungen bei vollen Kassen eingesetzt. Und sie hatte Erfolg!

Man kann aus diesem Beispiel lernen, dass die Positionen der Neoliberalen heute tatsächlich wanken. In der Tat ist der Finanzprimat nicht mehr so gut zu verkaufen, weil sich herumgesprochen hat, dass die Spezialisten des Geldes, die Grossbanken und ihre bonusgierigen Manager mehr Schaden anrichten als nützen. Sie haben sich mit ihrem antisozialen Grauzonenmodell der nationalen und internationalen Steueroptimierung zu weit aus dem Fenster gelehnt. Die Profi-Spekulanten haben sich selber verspekuliert! Es ist allerdings voreilig, von einer Wende zu sprechen. Die Wende kommt nur, wenn jeder Einzelne mehr Mut und Zivilcourage zeigt. (…) Es ist jetzt endlich Schluss mit weiteren Steuergeschenken und mit Privatisierungsversuchen. Geld ist ein Mittel zum Leben und nicht der Zweck des Lebens.

 

Hans Huonker, Vorstand VPOD-Gruppe Berufsfachschulen

(erschienen in drehscheibe. Information des vpod im Bildungsbereich, 4/2010)